22.09.2026

Viel Neues auf der Leitmesse für zivile Sicherheit: Produkt-Highlights der Security Essen im Überblick

Eine Auswahl entlang der Ausstellungsbereiche

Die SECURITY Essen präsentiert vom 22. bis 25. September 2026 erneut zahlreiche Innovationen für den Schutz von Unternehmen, Behörden, kritischen Infrastrukturen und öffentlichen Einrichtungen. Zu den Schwerpunkten gehören unter anderem Drohnen und deren Abwehr, Brandschutz, Cybersecurity, Videoüberwachung und Zutrittskontrolle. Hier einige Beispiele.

Von der Alarmierung bis zum Sicherheitsmanagement

Wie sich Sicherheitslösungen zunehmend vernetzen und unterschiedliche Anwendungen auf gemeinsamen Plattformen zusammenführen lassen, zeigen zahlreiche Aussteller. Rising Systems (Halle 8, Stand 8A06) präsentiert mit RS Personal Alarm eine mobile Personen-Notsignal-App. Mitarbeitende, Fremdfirmen, Besucher oder Veranstaltungsteilnehmende können Gefährdungen direkt über das eigene Smartphone melden. Alarmierung, Standortübermittlung und automatisierte Eskalationsprozesse laufen dabei auf einer zentralen Plattform zusammen.

Einen stärker übergreifenden Ansatz verfolgt Advancis (Halle 8, Stand 8A15). Die offene Entwicklungs- und Integrationsplattform Advancis Open Platform (AOP). erweitert das Gefahrenmanagementsystem WinGuard um standardisierte Programmierschnittstellen. Entwickler können damit Erweiterungen erstellen und zusätzliche Funktionen, Integrationen und Automatisierungen realisieren. In eine solche vernetzte Sicherheitswelt fügt sich auch die Lösung von Klüh Security (Halle 8, Stand 8C21) ein. Das Unternehmen stellt eine intelligente Leitstellenlösung für die zentrale Bearbeitung sicherheits- und betriebsrelevanter Meldungen vor. In einer Alarmempfangsstelle und Notruf- und Serviceleitstelle werden angebundene Anlagen und Prozesse rund um die Uhr überwacht. Alarme und Meldungen laufen auf einer herstellerneutralen Plattform zusammen und werden anhand definierter Abläufe und Verantwortlichkeiten bearbeitet. Damit verbindet die Lösung klassische Sicherheitsdienstleistungen mit technischer Alarmaufschaltung und zentraler Prozesssteuerung.

Auch KGS Fire & Security Deutschland (Halle 6, Stand 6B31) setzt auf die Zusammenführung verschiedener Sicherheitssysteme. Die Plattform Fusion verbindet die Everon-Einbruchmeldetechnik, die Axon-Zutrittskontrolle und die Vision-Videoüberwachung in einer gemeinsamen Bedien- und Managementumgebung. Neben Zutritts-, Ereignis-, Alarm- und Videomanagement übernimmt Fusion auch die Alarmübertragung. Dank einer offenen Architektur lassen sich zudem Systeme von Drittanbietern, Videomanagementsoftware, IoT-Anwendungen und weitere Managementplattformen integrieren.

Um die physische und digitale Sicherheit eines Gebäudes als Gesamtsystem geht es bei Hensec (Halle 5, Stand 5A12). Als erste vom VdS anerkannte Fachkraft für Smart Building Security and Safety bietet das Unternehmen einen Smart Building Security Check an. Dabei werden – abhängig von Art und Umfang des Objekts – Planung, Ausführung und Zusammenspiel verschiedener Sicherheitsbereiche geprüft. Dazu gehören beispielsweise physischer Zugang und Zutrittskontrollen, Videoüberwachung und Perimeterschutz, aber auch Netzwerkaufbau, Verbindungen und damit verbundene Risiken. Neben einer Auswertung und einem Zustandsbericht erhalten Betreiber Empfehlungen, wie sich die Sicherheit weiter erhöhen und Risiken reduzieren lassen.

Für die digitale Nachvollziehbarkeit physischer Zugriffe steht dagegen TRAKA (Halle 6, Stand 6F20) mit Traka-Touch-CORE. Die kompakte elektronische Schlüsselverwaltung kann bis zu 20 fest zugeordnete Schlüssel verwalten und verbindet deren physische Ausgabe mit einer digitalen Dokumentation. Das netzwerkfähige und eigenständig betriebene System ordnet Entnahmen und Rückgaben berechtigten Personen zu und dokumentiert die Vorgänge.

Auch bei der Einsatzorganisation spielt Digitalisierung eine zunehmend wichtige Rolle. Aeris One (Halle 5, Stand 5C25.17) zeigt eine Software zur Dienst- und Einsatzplanung für Sicherheitsunternehmen. Offene Schichten sollen sich automatisiert besetzen lassen; dabei können neben eigenen Beschäftigten auch Subunternehmen in die Planung einbezogen werden. Ergänzt wird die Lösung durch ein KI-unterstütztes Wachbuch, mit dem Einträge digital geführt und Einsatzinformationen innerhalb eines Systems dokumentiert werden können.

Drohnen und Drohnenabwehr

Drohnen werden zunehmend selbst zum Sicherheitswerkzeug – und gleichzeitig zum Schutzobjekt. U-ROB (Halle 5, Stand 5C31) zeigt professionelle UAV-Lösungen für Videoüberwachung, Infrastrukturobservation und automatisierte Inspektionsflüge. Hinzu kommen Drohnendetektion und Drohnendocks für einen weitgehend automatisierten Betrieb und Fernzugriff.

Für die Abwehr unkooperativer kleiner Drohnen präsentiert Hybrid Aerospace Amynetron (Halle 5, Stand 5C25.16) den „Greif“. Die Jägerdrohne fängt das Ziel mit einer mechanischen Kralle ein und soll es kontrolliert landen. Dadurch bleiben die abgefangenen Drohnen für Ermittlungen oder forensische Auswertungen intakt und gleichzeitig sollen Trümmer und Kollateralschäden vermieden werden. Zunächst wird der „Greif“ manuell gesteuert; im Endanflug übernimmt ein autonomes Zielfindungs- und Abfangsystem.

Früherkennung und Brandschutz

Bei der Branddetektion setzen WAGNER (Halle 7, Stand 7A13) und Securiton (Halle 7, Stand 7F12) auf Ansaugrauchmelder. TITANUS REX von WAGNER entnimmt kontinuierlich Luftproben über ein Rohrnetz und erreicht laut Hersteller eine Ansprechsensitivität ab 0,001 Prozent Lichttrübung pro Meter. Bis zu vier Alarmstufen werden unterstützt. Der SecuriSmoke ASD 2000 von Securiton ermöglicht durch seine Weiterentwicklung eine größere Abdeckung pro Gerät, arbeitet mit nur 21 dB und lässt sich über die SecuriSmoke ASD Config App einrichten und erweitern.

Während diese Systeme Brände möglichst früh erkennen, setzt GfS (Halle 6, Stand 6C23) mit der GfS e-Cover auf die kontrollierte Bedienung von Druckknopfmeldern. Die Schutzhaube erschwert eine unbefugte Nutzung, ohne die Bedienung im Notfall einzuschränken. Beim Anheben ertönt ein Alarm; beim Loslassen verstummt er.

Videoüberwachung und intelligente Detektion

Mehr Sichtfeld und intelligente Auswertung verbinden sich bei Dallmeier (Halle 5, Stand 5B19) in der Panomera V8 Area. Acht Sensoren erzeugen ein durchgängiges horizontales Sichtfeld von 180 Grad. Die neuronalen Netze der acht integrierten KI-Chips lassen sich logisch verknüpfen, sodass zusammenhängende Szenen analysiert werden können, ohne Objekte an Sensorübergängen doppelt zu erfassen oder aus der Analyse zu verlieren.

Eine bildfreie Alternative zeigt Erdkreis CCTV/IP-VIDEO (Halle 8, Stand 8C19) mit dem 3D-LiDAR-Sensor Blickfeld QbProtect. Er erzeugt und verarbeitet räumliche Punktwolkendaten direkt im Gerät und erkennt und verfolgt Objekte innerhalb des überwachten Bereichs. Da keine identifizierenden Bilddaten aufgezeichnet werden, eignet sich das System auch dort, wo Privatsphäre eine besondere Rolle spielt. Eine Integration in Videomanagementsysteme ist möglich.

Für wechselnde Einsatzorte stellt GR Technics (Halle 5, Stand 5B27) den mobilen Kameramast STALICO Observa vor. Der Teleskopmast lässt sich auf 4,4 Meter ausfahren und mit Kameras oder anderen Detektionssystemen bestücken.

Das Start-up CARRIDA Technologies GmbH (Halle 5, Stand 5C25.1) zeigt die Kamera CARRIDA Plate-i Plus, die mithilfe KI nicht nur Kennzeichen lesen, sondern Fahrzeuge anhand von Marke, Modell, Typ und Farbe erkennen. Damit wird etwa eine automatisierte Zufahrtskontrolle deutlich intelligenter. Gleichzeitig lässt sich überprüfen, ob ein Kennzeichen zum erkannten Fahrzeug gehört.

Vom mobilen Melder bis zum Hochsicherheitsobjekt

Für die diskrete Überwachung von Innenräumen zeigt Mobeye (Halle 7, Stand 7F33) den batteriebetriebenen MiniPir iCM41 mit integriertem PIR-Bewegungsmelder und zwei Eingängen für zusätzliche kabelgebundene Sensoren. Ein Schaltausgang ermöglicht die Steuerung angeschlossener Geräte. Bei Alarm werden hinterlegte Kontakte über das Mobilfunknetz informiert. Über eine 12- bis 24-Volt-Versorgung kann das System zudem einen Ausfall der externen Stromversorgung melden. In dem Fall könnte die mobile Schnellladestation der me energy Technologies GmbH (Halle 5, Stand5C25.2) Abhilfe schaffen. Sie erzeugt den benötigten Strom direkt vor Ort aus Bioethanol und ermöglicht so schnelles Laden unabhängig vom lokalen Stromnetz. Das eröffnet Einsatzmöglichkeiten etwa an temporären Standorten und in Notfällen.

Mechanischen Schutz für größere Objekte bietet ALPGATE (Halle 6, Stand 6F34) mit einem thermisch getrennten Stahl-Falttor mit integrierter Schlupftür in RC3. Das Tor verbindet Einbruchhemmung mit thermischer Trennung und berücksichtigt damit auch energetische Anforderungen.

Für besonders hohe Anforderungen präsentiert ZERUX INTERNATIONAL (Halle 6, Stand 6E26) ein Hochsicherheitsfenster mit Durchschusshemmung bis BR6. Das nach RC5 gemäß EN 1627 und EN 1630 zertifizierte Fenster ist für einen Maßbereich von bis zu 4 mal 4 Metern zertifiziert. Ergänzend zeigt das Unternehmen das Nexus RC5-Türset, das neben der Einbruchhemmung nach RC5 einen Multi-Performance-Ansatz verfolgt.

Zutritt und Perimeterschutz

Bei der Zutrittskontrolle reicht das Spektrum von elektronischen Schließsystemen bis zur Biometrie. ASSA ABLOY Sicherheitstechnik (Halle 6, Stand 6C23 und Halle 8, Stand 8A15) bringt neue CLIQ-Leser für Innen- und Außenbereiche sowie einen CLIQ-Updater mit nach Essen. Die Leser gibt es als Auf- und Unterputzvarianten; sie können Türen, Aufzüge oder Licht ansteuern. Die Zutrittsberechtigung wird am Schlüssel angezeigt, eine abgesetzte Relaiseinheit erhöht die M

Die zentrale Verwaltung verschiedener Zutrittstechnologien ermöglicht Salto (Halle 6, Stand 6B27) mit der On-Premise-Plattform Salto Space. Sie verbindet verkabelte Online-Komponenten, funkvernetzte BLUEnet-Geräte, mobile Lösungen und das Salto Virtual Network. Nutzer, Zutrittsrechte und Türen lassen sich zentral verwalten; je nach Projekt können Beschläge, Zylinder und Wandleser ergänzt werden.

Biometrische Identifikation steht bei DERMALOG Identification Systems (Halle 5, Stand 5D21.2) im Mittelpunkt. Das Unternehmen kombiniert Gesichts-, Fingerabdruck- und Iriserkennung und richtet die Lösungen unter anderem an Behörden und Betreiber kritischer Infrastrukturen. In Verbindung mit mobilen Kameraplattformen können Personen erfasst und biometrisch identifiziert werden. Ergänzt wird das Angebot durch ABIS, Dokumentenprüfung und KI-gestützte Videoanalyse.

Auch beim Perimeterschutz spielt Vernetzung eine wichtige Rolle. Hirsch Secure (Halle 6, Stand 6E27) zeigt mit SOLARIS NG eine autonome Aktiv-IR-Lichtschranke mit bis zu 1.200 Metern Reichweite und selbstheilendem Mesh-Netzwerk. Fällt ein Knotenpunkt aus, soll die Kommunikation zwischen den Säulen automatisch über alternative Routen aufrechterhalten werden.

Für Produktions- und Logistikbereiche stellt SEUSTER KG (Halle 6, Stand 6A22) das Schnelllauftor ZIP 1000 vor. Seine Crash-Funktion sorgt für eine vollautomatische Wiedereinfädelung des Torbehangs, wenn dieser beispielsweise nach einer Kollision aus der Führung springt. Das Tor erreicht die zertifizierte Windlastklasse 3 und ist für Innen- und Außenbereiche geeignet.

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