Hohe Entscheiderquote und gute Aussichten auf Nachmessegeschäft
Die Security Essen setzt ihren Wachstumskurs fort: Über 30.000 Fachbesucher, davon 8.000 Teilnehmer der EURO DEFENCE EXPO, kamen vom 22. bis 25. September in die Messe Essen – zehn Prozent mehr als bei der Vorveranstaltung. 522 Aussteller aus 41 Nationen präsentierten ihnen aktuelle Lösungen für die Sicherheitswirtschaft. Besonders gefragt waren vernetzte Sicherheitstechnik, Künstliche Intelligenz und der Schutz kritischer Infrastrukturen. „Das Besucherplus ist ein starkes Signal für die Branche“, so Oliver P. Kuhrt, Geschäftsführer der Messe Essen. „Für den Erfolg einer Fachmesse ist aber ebenso entscheidend, wer zu uns kommt: 76 Prozent unserer Fachbesucher sind an Einkaufs- und Beschaffungsentscheidungen beteiligt. Entsprechend rechnen viele unserer Aussteller mit einem guten Nachmessegeschäft.“
Das Besucherplus der Security Essen spiegelt die Wachstumsphase der Branche wider. 34,84 Milliarden Euro setzte die deutsche Sicherheitswirtschaft 2025 in den auf der Security Essen vertretenen Bereichen um – 5,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Zugleich wachsen die einzelnen Bereiche der Sicherheitstechnik enger zusammen. Dieser Trend prägte auch das Angebot der Security Essen: Viele Aussteller zeigten Systeme, die Videoüberwachung, Zutrittskontrolle, Brandschutz und Einbruchmeldetechnik smart miteinander vernetzen.
Eine zentrale Rolle spielt dabei Künstliche Intelligenz. Sie unterstützt beispielsweise Leitstellen dabei, große Datenmengen auszuwerten, Auffälligkeiten schneller zu erkennen und Ereignisse zu bewerten. Zu den Neuheiten in der Messe Essen gehörten KI-Agenten für Leitstellen, neue Schnittstellen für Gefahrenmanagementsysteme und Lösungen, mit denen sich unterschiedliche Zutrittstechnologien zentral verwalten lassen.
Klaus Hirzel, Geschäftsführer Vertrieb DACH, Honeywell Technologies: „Die Security Essen hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig vernetzte Lösungen für unsere Kunden sind. Für uns ist es ein starkes Signal, Brand- und Lebensschutz, Sicherheits- und Zutrittslösungen sowie Gebäudeautomation gemeinsam zu denken und als integriertes Gesamtangebot zu präsentieren.“ Stefanie Goetz, Geschäftsführerin Vertrieb DACH, Honeywell Technologies: „Die vielen positiven Gespräche auf der Security Essen haben gezeigt, dass vernetzte Building-Automation-Lösungen für unsere Kunden weiterhin eine wichtige Rolle spielen – von Brandmelde- und Alarmierungstechnik über Zutrittskontrolle und Videoüberwachung bis hin zu Einbruchmeldetechnik und Gebäudeautomation. Für uns ist es deshalb besonders wichtig, diese Bereiche gemeinsam zu denken und als integrierte Lösungen zu präsentieren.“
KRITIS-Schutz gewinnt an Gewicht
Ein weiterer Schwerpunkt der Fachmesse war der Schutz kritischer Infrastrukturen. Den Handlungsbedarf unterstreicht der anlässlich der Security Essen veröffentlichte Sicherheitsmonitor Deutschland. Für die gemeinsame Studie von VDMA Fachverband Sicherheitssysteme, VdS Schadenverhütung und Messe Essen wurden 4.000 Bürgerinnen und Bürger sowie 1.000 Unternehmensvertreter befragt. 60 Prozent der Privatpersonen bewerten den Schutz kritischer Infrastrukturen vor außergewöhnlichen Krisen als eher oder sehr schlecht. Auch rund die Hälfte der Unternehmen sieht Defizite oder Verbesserungsbedarf.
Entsprechend breit war das Angebot für Betreiber kritischer Infrastrukturen und Unternehmen mit besonderen Sicherheitsanforderungen. Aussteller präsentierten Lösungen für Zutrittskontrolle und Identifikation, Video- und Perimetersicherheit, Einbruchschutz, Alarmierung und Gefahrenmanagement. Zu sehen waren beispielsweise verbesserte biometrische Identifikationsmöglichkeiten, leistungsfähige Lichtschranken für den Perimeterschutz sowie zentrale Alarmierungslösungen. Fragen rund um den Schutz und die Resilienz kritischer Infrastrukturen standen zudem beim KRITIS-Forum am Messefreitag im Fokus.
Security Essen zeigt Neuheiten bei Drohnen
Nicht nur beim Schutz kritischer Infrastrukturen, sondern auch für Sicherheitsdienstleister und Transportunternehmen sind Drohnen ein großes Thema. Auf der Security Essen wurde deutlich, wie sehr die unbemannten Fluggeräte die Branche beschäftigen. Sie können für Überwachungs- und Inspektionsaufgaben eingesetzt werden; zugleich wächst der Bedarf, unerlaubte Drohnen frühzeitig zu erkennen und abzuwehren. Aussteller zeigten sowohl professionelle Lösungen für Videoüberwachung und Inspektionsflüge als auch Jägerdrohnen, die kleine Drohnen mechanisch abfangen können.
Weitere Impulse lieferte die Europäische Drohnen-Fachtagung auf der Security Essen, die vom Fachausschuss Drohnen im Bundesverband der Sicherheitswirtschaft BDSW und von der CoESS – Confederation of European Security Services organisiert wurde. Experten diskutierten dort neue Einsatzmöglichkeiten – etwa im Transport, rechtliche Rahmenbedingungen und den Schutz vor unerlaubten Drohnen.
Rahmenprogramm greift aktuelle Herausforderungen auf
Zahlreiche weitere Formate boten Gelegenheit zu fachlichem Austausch und Weiterbildung. Die DNS Konferenz beschäftigte sich mit Fragen der digitalen und vernetzten Sicherheit. Im Security Experts Forum und im Protect and Prevent Forum diskutierten Experten aktuelle Herausforderungen, Entwicklungen und Lösungen für die Sicherheitswirtschaft.
Weitere Formate richteten sich gezielt an einzelne Berufs- und Anwendergruppen. Besonders großen Zuspruch verzeichnete der Tag der Banken und Sparkassen mit aktuellen Sicherheitsfragen der Finanzwirtschaft. Beim Blaulichtforum kamen Vertreter von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten und weiteren Einsatzorganisationen zusammen. Der Tag der Aus- und Weiterbildung stellte Karrierewege und den Fachkräftebedarf der Sicherheitswirtschaft in den Mittelpunkt. Damit brachte das Fachprogramm Hersteller, Anwender, Behörden und Verbände auch jenseits der Messestände miteinander ins Gespräch.
Besucher und Aussteller zufrieden mit ihrer Messeteilnahme
Die positive Resonanz der Security Essen dürfte für viele Unternehmen über den Messeschluss hinausreichen. Die Aussteller lobten die hohe Qualität der Fachbesucher. Neun von zehn Unternehmen rechnen mit einem guten Nachmessegeschäft. Ebenfalls neun von zehn Besuchern waren mit ihrem Aufenthalt zufrieden, empfehlen die Messe weiter und wollen auch die nächste Veranstaltung besuchen.
Dipl.-Ing. Markus Kock, Geschäftsführer der WAGNER Deutschland GmbH: „Die Security 2026 bot uns eine gute Plattform für den Austausch mit Kunden und Interessenten. Der attraktive Standplatz und die hohe Besucherfrequenz ermöglichten uns zahlreiche qualifizierte Gespräche. Besonders die Präsentation unseres neuen Ansaugrauchmelders TITANUS REX® stieß auf große Aufmerksamkeit. Die Resonanz zu unseren Lösungen für Brandvermeidung, Brandbekämpfung und Gefahrenmanagement zeigte, dass diese Themen für viele der Messebesucher von hoher Relevanz sind. Insgesamt ziehen wir eine positive Bilanz unserer Messepräsenz.“
Zahlen im Detail
Es kamen insgesamt über 30.000 Besucher zur Security Essen 2026: Davon waren 8.000 Teilnehmer der EUDEX. Die umfangreichen Rahmenprogramme besuchten darüber hinaus neben internationalen Teilnehmern unter anderem Ehrengäste, Pressevertreter und Influencer, kommunale Vertreter und Sponsoren
Nächster Messetermin: 19. bis 22. September 2028
Die nächste Security Essen findet vom 19. bis 22. September 2028 in der Messe Essen statt.
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