14.09.2026

KRITIS im Fokus: Security Essen zeigt, wie Kritische Infrastrukturen geschützt werden

Sabotage, Cyberangriffe und hybride Bedrohungen rücken den Schutz Kritischer Infrastrukturen immer stärker in den Fokus. Gleichzeitig stellen neue gesetzliche Vorgaben Betreiber vor zusätzliche Anforderungen. Damit trifft die Security Essen vom 22. bis 25. September 2026 in der Messe Essen ein hochaktuelles Thema: Als Leitmesse für Sicherheit bringt sie rund 500 Aussteller aus 43 Nationen zusammen und zeigt, wie Energie- und Wasserversorgung, Verkehr, Kommunikation und andere unverzichtbare Einrichtungen wirkungsvoll geschützt werden können.

Die Bandbreite beim Schutz Kritischer Infrastruktur verdeutlichen zahlreiche Aussteller in den Hallen 5 bis 8. Sie präsentieren Technologien, Produkte und Dienstleistungen für unterschiedliche Bereiche der KRITIS-Sicherheit – vom Schutz von Standorten und Perimetern über sichere Zutritts- und Identitätslösungen sowie Erkennung und Überwachung bis zu Lagebildern und Leitstellen. Hinzu kommen Cyber- und OT-Sicherheit, Alarmierung und Krisenbewältigung sowie Resilienz und Beratung.

Starke Partner für den Schutz Kritischer Infrastrukturen

Zu den Unternehmen mit entsprechender Expertise zählen unter anderem Advancis Software & Services, Axis Communications, Johnson Controls, Salto Systems, Senstar, SySS, Telenot Electronic, Verkada und VdS Schadenverhütung. Besucher können sich damit über verschiedene Sicherheitsansätze informieren und diese vor Ort vergleichen. Welche Bedeutung die Security Essen für die Branche hat, unterstreicht Thomas Taferner, Bereichsleiter Vertrieb und Marketing bei Telenot Electronic: „TELENOT ist der perfekte Lösungspartner für die physische Sicherheit von KRITIS und Co. – die Security Essen wiederum ist die optimale Plattform, um dies Betreibern und Fachbetrieben zu zeigen. Unsere Produkte und Systeme entsprechen dem bei diesen Liegenschaften geforderten ‚Stand der Technik‘ – basierend auf aktuell geltenden Richtlinien und Normen. Als führender deutscher Hersteller von Einbruchmelde-, Brandmelde- und Zutrittskontrollsystemen stehen wir für den besten Schutz von Mensch und Gebäude – kompromisslos“.

Auch das Fachprogramm greift die aktuellen Herausforderungen auf. Das KRITIS-Forum am 25. September in Halle 5 bringt Betreiber Kritischer Infrastrukturen und Lösungsanbieter zusammen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich physische Sicherheit, Cybersecurity und Operational Technology zu einem ganzheitlichen Schutzkonzept verbinden lassen. Das Programm spannt den Bogen vom aktuellen Stand des KRITIS-Dachgesetzes und den daraus resultierenden Pflichten über Erfahrungen aus dem laufenden Betrieb bis zu technologischen Entwicklungen. Experten sprechen unter anderem über Resilienz-Orchestrierung, intelligenten Perimeterschutz sowie den Einsatz von KI und Videoanalyse in Sicherheitsleitstellen.

Resilienz aus der Betreiberperspektive

Einen Einblick aus Betreiberperspektive gibt Maik Rimmasch von den Stadtwerken Essen mit seinem Vortrag „Resilienz beginnt im Betrieb“. Der IT-Sicherheitsbeauftragte erklärt: „Resilienz entscheidet sich nicht erst im Krisenfall, sondern im täglichen Betrieb. Für Betreiber Kritischer Infrastrukturen geht es darum, Risiken frühzeitig zu erkennen und technische wie organisatorische Maßnahmen sinnvoll miteinander zu verbinden. Der Austausch auf der Security Essen ist besonders wertvoll, weil hier Betreiber, Experten und Lösungsanbieter zusammenkommen.“

Zusätzliche Impulse entstehen durch die erstmals parallel stattfindende Euro Defence Expo (EUDEX). Mit mehr als 350 Ausstellern aus 28 Ländern bringt die neue Fachmesse für die Verteidigungsindustrie internationale Akteure der Branche in Essen zusammen. Die Parallelität beider Veranstaltungen schafft wertvolle Synergien zwischen ziviler Sicherheitswirtschaft und Verteidigungssektor. Gerade beim Schutz Kritischer Infrastrukturen, bei Bevölkerungsschutz, Krisenvorsorge und resilienten Sicherheitskonzepten greifen die Messen ineinander.

 

 

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