20.09.2018

Innovationen in allen Ausstellungsbereichen

Als Leitmesse für Sicherheit und Brandschutz ist die Security Essen das ideale Forum für die Einführung neuer Produkte. Vieles, was die hoch innovative Branche vom 25. bis 28. September in Essen vorstellt, wird schon bald in Unternehmen und privaten Haushalten eingesetzt werden. Hier einige Beispiele.

So nützlich und komfortabel Überwachungstechnologien oder elektronische Berechtigungskontrollen sind, eine funktionierende physische Sperre ist in vielen Situationen die Grundlage zur Gefahrenabwehr für Menschen oder schützenswerte Dinge. Und auch in diesem klassischen Feld der Sicherheit gibt es immer wieder interessante Neuentwicklungen:

Beispielsweise hat Hoppe (Halle 3, Stand 3C20) einen neuen Fenstergriff entwickelt, der weitgehenden Schutz vor Angriffen von außen bietet. Glasstechen, Rahmenbohren oder ein gewaltsames Verschieben des Beschlags führt für Einbrecher nicht mehr zum Erfolg. Und für vergessliche Bewohner wichtig: Der Schutz soll auch bei gekippten Fenstern wirken.

Zu einer anderen Tatvariante von Einbrechern, dem Eindringen über unerlaubt hergestellte Schlüsselkopien, hat UrbanAlps (Halle 3, Stand 3D09) eine Lösung. Im neuen Schlüsseldesign "Stealth Key" sind die Sicherheitscodes so unter schmalen Leisten verborgen, dass diese weder fotografiert noch gescannt werden können. Der Hersteller geht davon aus, dass nicht autorisierte 3D-Druckduplikationen somit ausgeschlossen sind.

Auch an Toren lässt sich der Einbruchschutz verbessern. Gerade bei Gewerbebetrieben sind Sektionaltore oft eine Schwachstelle, denn meist sind sie mit einfachem Werkzeug zu überwinden. Jansen (Halle 6, Stand 6E74) zeigt in Essen nun ein spezielles Einbruchschutz-Sektionaltor mit der außerordentlich hohen Widerstandsklasse WK5, wie sie in Museen, Wertdepots, Gefahrstofflagern, Regierungsgebäuden, Justizvollzugsanstalten, Forschungseinrichtungen oder Militärgebäuden genutzt wird.

Ebenfalls neu ist das schlüssellose "Safe-Turn-System" von Sicherheitstechnik EXTREM (Halle 7, Stand 7G79.14), mit dem vor allem Gegenstände, die sonst ab- oder aufgeschraubt werden könnten, umfassend geschützt werden. Kombiniert werden dazu codierte Sicherheitsschrauben mit innen liegenden Exzenterwellen, die nur mit einem besonderen Justierstift auf den richtigen Code eingestellt werden können. Abtastversuche, mit denen sonst der Code ermittelt werden könnte, werden verhindert.

Der Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt vor knapp zwei Jahren zeigte die Verwundbarkeit von Städten gegen Terror-Angriffe mit Fahrzeugen. Bei FAAC (Halle 3, Stand 3D82) gibt es nun Poller, die auch LKW bis 6,8 Tonnen Gesamtgewicht stoppen. Perimeter Protection Germany GmbH (Halle 3, Stand 3C110) bietet unauffällige Poller, die sich auch in die reguläre Stadtmöblierung integrieren lassen.

Und auch bei Wertbehältnissen gibt es Innovationen: Schloss-Hersteller Carl Wittkopp (Halle 2, Stand 2E30) hat eine neuartige Riegelform entwickelt, den ankerförmigen "ANCHOR", der sowohl für Block- als auch für Schwenkriegelschlösser geeignet ist.

Wer nichts sieht, kann auch nichts stehlen: Jumptronic hat eine Sicherheitsnebelmaschine für den mobilen Einsatz entwickelt  (Halle 7, Stand 7D38). Alle Maschinen sind aufgrund moderner Akkutechnologien wochenlang netzunabhängig betreibbar. Bandit zeigt einen Schutznebel, der  nach eigenen Aussagen schneller und vier Mal dichter produziert wird als herkömmlicher Sicherheitsnebel (Halle 7, Stand 7F40).

Neues rund um Wertbehältnisse:

Eine neue Art, um seine Wertbehältnisse und deren Inhalte komfortabel zu managen, bietet die "Tresor-App" von Hartmann Tresore (Halle 2, Stand 2D21). Neben der Administration des Safes können über eine Content-Management-Funktion jeweils Entnahmen und Hinzufügungen erfasst und bewertet werden. Liegt der Wert der Inhalte über der Versicherungssumme, erhält der Nutzer eine Nachricht per Smartphone.

Eher den Sicherheits-Aspekt betont ein neues elektronisches Hochsicherheitsschloss für Wertbehältnisse von Gunnebo Deutschland (Halle 3, Stand 3C131). Erstmals ist damit nun eine regelkonforme Öffnung möglich, ohne dass dazu im Schloss Einstellungen wie PINs oder Öffnungszeiten benötigt werden.

Den Tresor im individuellen farbigen Design passend zur Wohnungseinrichtung zeigt Basi in Halle 2, Stand 2D50. 

Alarmanlagen und Überwachungstechnik:

Clevere Leuchten zur nachträglichen Ausstattung von Zäunen mit Überwachungstechnik präsentiert Senstar (Halle 5, Stand 5C09). Sie erkennen, wenn Zaungeflecht zerschnitten wird oder auch Unterkriech- und Überkletter-Versuche und erleuchten die Szenerie dann so, dass die zugeordneten Überwachungskameras präzise Farbbilder ohne Verschattungen aufnehmen und ideale Bilder an die Videoanalyse weitergeben können.

Eine hilfreiche Ergänzung für die Videotechnik sind Kombinationen mit 3-D-Radarüberwachungen. 360 Vision Technology (Halle 5, Stand 5E08) bietet beispielsweise ein bewegliches Kamerasystem, das vom Radar-Sensor gesteuert Zielobjekte automatisch verfolgt. Auch bei Innosent (Halle 7, Stand 7B27), gibt es ein neues System, das bis zu 150 Meter entfernte Objekte detektiert, klassifiziert und filtert.

Sicherheit und Unsicherheit – kaum eine Technologie wird unter Sicherheitsaspekten so zwiespältig betrachtet wie Drohnen. Auf der Messe werden daher sowohl die Fähigkeiten der fliegenden Überwachungseinheiten (z.B. ela-soft, Halle 5, Stand 5B48) als auch die Abwehrmöglichkeiten (z.B. Dedrone, Halle 7, Stand 7E60) vorgestellt.

Identifikation und Zutrittskontrolle:

EVVA zeigt, wie das Smartphone als Schlüssel benutzt werden kann (Halle 3, Stand 3F69). Neu bei dem System AirKey sind unter anderem die Funktionen Send a key oder Geo Tagging.

Vier unabhängige berührungslose biometrische Prüfungen in einem System ermöglicht ein ballförmiger Leser von CBC Europe (Halle 7, Stand 7D29): Fingerabdruck, Iris, Gesicht und Handflächenvene. Hinzu kommt eine Verhaltensanalyse.

Bei der Zutrittskontrolle werden zur Erreichung einer höheren Sicherheit oft mehrere Abfragen mit unterschiedlichen Inhalten durchgeführt, zum Beispiel PIN und Fingerprint. ibes (Halle: 2, Stand 2C45) nutzt hier bei Außenstandorten GPS-Ortung: Der Zutritt zum Gebäude wird nur erlaubt, wenn sich Fahrzeug oder Mobiltelefon des Berechtigten in einem definierten Umkreis des Lese-Terminals befinden.

Ein 3-D-Fingerabdrucksensor prüft beim "Swipen", vergleichbar der Smartphone-Navigation, aber ohne Berührung der Sensoroberfläche, die Berechtigung. (Idemia, Halle 3, Stand 3D42)

Video- und Kameratechnik:

Body-Cams sind nicht unumstritten, aber ein Hilfsmittel zur Dokumentation von Geschehen. Gesprächspartner auf der Messe, die zeigen, wie diese optimal eingesetzt werden können, sind unter anderem Zepcam (Halle 5, Stand 5F10) und Wireless CCTV (Halle 7, Stand 7D20).

Highend Videoüberwachung gibt es unter anderem bei AXIS Communications (Halle 5, Stand 5E10). Hier wird eine Kamera für Videoüberwachung und Fotografie gezeigt, die eine (Video-)Auflösung von 20 Megapixeln liefert.

Kameras und Halterungen, die dank einer neuartigen Materialkombination auch bei Beschuss durch Kalaschnikows oder Sprengstoff-Explosionen in zwei Meter Entfernung ohne Unterbrechung Bilder oder Thermalbilder liefert, hat die Encom Consulting Halle (7 Stand, 7B33) entwickelt.

Brandschutz:

Eine umfassende Brandschutzlösung für Rechenzentren, die im Brandfall ohne Stromlosschalten auskommt, zeigt die WAGNER Group (Halle 6, Stand 6A90). Das zweistufige Konzept verbindet intelligente Branddetektion mit einer Gaslöschung durch Stickstoff.

Eine Lösung gegen die häufigen Angriffe auf Geldausgabeautomaten, bei denen Täter explosive Gase in die Geräte einleiten und mit der Sprengung oft auch den Standort und benachbarte Gebäude gefährden, zeigt Petersen-Bach (Halle 1, Stand 1D83). Multigassensoren erkennen das Gas bereits beim Einblasen. Anschließend wird es sofort abgebrannt, bevor eine kritische Menge im Geldautomat entsteht.

Sicherheit bei Großveranstaltungen, in Kaufhäusern oder auf dem Gelände: Für mehr Sicherheit bei Großveranstaltungen oder Baustellen sorgt die Mobile Notrufsäule von Telecom Behnke (Halle 3, Stand 3A135). Sie lässt sich leicht zerlegen und transportieren und auf Wunsch mit einer zusätzlichen Überwachungsfunktion ausstatten.

SFC Energy zeigt einen autarken Sicherheitsroboter, der mittels einer innovativen Brennstoffzelle betrieben wird (Halle 7, Stand 7E25). Er kann Fragen von Besuchern im Kaufhaus beantworten, gefährliche Situationen erkennen oder auch das Außengelände einer Fabrik überwachen.

Weitere Neuheiten:

ABUS zeigt unter anderem den ersten smarten Öffner für Terrassentüren, eine Funkalarmanlage, die in die Hausautomation integriert werden kann, für den Fensterschutz eine einbruchshemmende Folie sowie einen Panzerriegel (Halle 2, Stand 2B11).

CSS Computer Security Service präsentiert eine neue Notfall-Lösung für Beschäftigte, die alleine arbeiten (Halle 1, Stand 1E89). Die mobilen Alarmgeräte im diskreten Design bieten die vollständige Palette von Einzelarbeitsplatzschutzfunktionen (Panik-/Lage-/Ruhe- und Reißleinenalarm).

Bei Amaryllo International (Halle 2, Stand 2D30) kann der Handel "Künstliche Intelligenz" als Service buchen. Neben vielfältigen Auswertungen erkennen die Smart-Cams mit Gesichtserkennungssystem im Geschäft neben den VIP-Kunden auch jene, die – beispielsweise nach Diebstählen – mit Hausverbot belegt wurden.